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sterntaler - Herr Bo & Co - Ideen werden Realität

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Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, daß es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld.

Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: »Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungerig.« Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: »Gott segne dir's«, und ging weiter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: »Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.« Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: »Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben«, und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.

Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter blanke Taler; und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.
Infos rund um's Märchen
Das beliebte Märchen
Dieses Märchen stand in dieser Version das erste Mal in der 2. Auflage des Buches "Kinder- und Hausmärchen" der Gebrüder Grimm von 1819. Es wurde schon verfilmt und viele Künstler berufen sich darauf. Im Grunde geht es um ein Mädchen, das, obwohl es selbst wenig besitzt, alles hingibt, also uneigennützig handelt und dafür am Ende belohnt wird. Viele moderne Schriftsteller schrieben die Geschichte um und nahmen ihm sein Happy-End. Die Schriftsteller haben sich so, oft mit schwarzem Humor, gefragt, ob man in unserer heutigen Welt wirklich entlohnt wird, wenn man gut, fromm und uneigennützig ist.

Auch andere Künstler befassten sich mit der Geschichte. So zum Beispiel der dresdner Maler Adrian Ludwig Richter der dieses Bild 1862 malte.

Das selbstlose Mädchen
"Die Sterntaler" ist also wieder ein Geschichte, die dem Leser eine Moral vermittelt. Natürlich solltest Du dabei wissen, Dass es sich bei diesen Geschichten immer am überhöte Bilder handelt! So wie es keine sprechenden Wölfe gibt, und der Wolf in "Rotkäppchen" für etwas Böses steht, ohne das das reale Tier wirklich böse ist, sollst auch Du als Leser nicht Dein letztes Hemd wegschenken. Aber Gutes tun, und sich fragen, wie man andern helfen kann, das ist doch vielleicht etwas, worüber jeder nachdenken kann.

Die Geschichte ist übrigens so beliebt, dass sie es 1992 auf den 1000 DM-Schein geschafft hat. Die D-Mark wurde zwar durch den Euro abgelöst, das Motiv kannst Du Dir hier trotzdem noch ansehen!
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